3/9/2025
Allgemein

Die wichtigsten KPIs für Marktplatzmanager*innen – je Plattform erklärt

Als Marktplatzmanager*in bist Du täglich mit einer Flut an Daten und Reports konfrontiert. Die eigentliche Herausforderung liegt nicht darin, möglichst viele Zahlen zu sammeln, sondern die richtigen KPIs (Key Performance Indicators) zu identifizieren und gezielt zu steuern. Jede Plattform hat dabei ihre eigenen Prioritäten und Eigenheiten – wer überall dieselben Kennzahlen beobachtet, übersieht schnell entscheidende Hebel für Wachstum.

Amazon: Die Kombination aus Sichtbarkeit und Profitabilität

Auf Amazon gilt: Sichtbarkeit und Abverkauf hängen eng zusammen. Ein zentrales KPI ist das Organic Ranking, also die Position Deiner Produkte zu relevanten Suchbegriffen. Es entscheidet, wie viele potenzielle Käufer Dein Angebot überhaupt sehen. Ergänzend solltest Du den ACOS (Advertising Cost of Sale) im Blick behalten – er zeigt, wie effizient Deine Werbekampagnen laufen. Doch Vorsicht: Ein niedriger ACOS allein reicht nicht, wenn dadurch Reichweite und Umsatz verloren gehen. Daher ist das Zusammenspiel von ROAS (Return on Advertising Spend), Conversion Rate und Deckungsbeitrag entscheidend, um langfristig profitabel zu wachsen.

OTTO: Content-Qualität als Hebel

Bei OTTO spielt die Content-Qualität eine noch größere Rolle als auf Amazon. Hier solltest Du besonders auf die Produktdatenqualität achten: Vollständigkeit der Attribute, Qualität der Bilder und der Titel. OTTO belohnt saubere Daten mit besserer Sichtbarkeit. Ergänzend ist der Traffic-Umsatz-Faktor spannend: Wie viel Umsatz generierst Du im Verhältnis zu Deinen Produktaufrufen? Daraus kannst Du ableiten, ob Deine Produktdaten nur gefunden werden oder tatsächlich zum Kauf führen. Zusätzlich sind Retourenquoten kritisch – eine hohe Rücksendequote kann nicht nur Marge fressen, sondern auch Deine Sichtbarkeit verschlechtern.

Zalando: Kampagnensteuerung im Fokus

Zalando setzt stark auf Retail Media, deshalb stehen hier Advertising-KPIs im Mittelpunkt. Wichtige Kennzahlen sind CTR (Click-Through-Rate) und Conversion Rate – sie zeigen, ob Deine Kampagnen die richtige Zielgruppe erreichen. Besonders relevant ist der Pacing Factor, also die Geschwindigkeit, mit der Dein Budget über den Kampagnenzeitraum verbraucht wird. Ein zu schnelles Pacing bedeutet, dass Dir am Monatsende Sichtbarkeit fehlt. Auf Produktebene lohnt sich der Blick auf den Sell-Through-Rate (Abverkaufsrate), um Lagerbestände gezielt zu steuern und Werbebudget sinnvoll einzusetzen.

eBay: Servicequalität als Wettbewerbsvorteil

eBay ist im Kern ein Preis- und Service-Marktplatz. Für Händler sind deshalb KPIs wie Bewertungsquote und Lieferzeiten entscheidend. Wer das „Top Service“-Logo tragen will, muss exzellente Servicewerte liefern. Daneben solltest Du den Impressions-Share verfolgen – also den Anteil Deiner Produktansichten im Vergleich zu Wettbewerbern. In Kombination mit Conversion Rate und Warenkorbwert ergibt sich ein klares Bild, ob Du nicht nur sichtbar bist, sondern auch kaufentscheidend überzeugst.

Plattformübergreifende KPIs: Was überall zählt

Trotz aller Unterschiede gibt es Kennzahlen, die für alle Marktplätze gleichermaßen entscheidend sind. Dazu gehören die Conversion Rate – wie viele Besucher tatsächlich kaufen – sowie der Umsatz pro Artikel als Indikator für Rentabilität. Auch die Retourenquote spielt überall eine zentrale Rolle, da sie nicht nur Margen belastet, sondern auch die Sichtbarkeit auf vielen Plattformen verschlechtern kann. Darüber hinaus solltest Du den Deckungsbeitrag im Auge behalten, um zu prüfen, ob Deine Verkäufe trotz Werbekosten, Retouren und Gebühren profitabel bleiben. Diese Kennzahlen bilden das Fundament, auf dem alle marktplatzspezifischen Analysen aufbauen.

Fazit

Die richtigen KPIs unterscheiden sich je Plattform deutlich. Während Amazon den Spagat zwischen Sichtbarkeit und Profitabilität verlangt, liegt der Fokus bei OTTO auf Datenqualität, bei Zalando auf Kampagnensteuerung und bei eBay auf Service. Wer zusätzlich die universellen KPIs wie Conversion Rate, Retourenquote und Deckungsbeitrag beobachtet, stellt sicher, dass er überall die Basis im Griff hat. Wer seine Plattform-Strategie nach den jeweils entscheidenden Kennzahlen ausrichtet, arbeitet nicht nur datengetrieben, sondern auch wirklich zielgerichtet. So machst Du aus Zahlen messbare Erfolge.

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